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STELLUNGNAHME zum Artikel „VRR-Kunden mit DB-Abo droht ein Verwarngeld“

Harald Nübel, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Kreis Recklinghausen

STELLUNGNAHME zum Artikel „VRR-Kunden mit DB-Abo droht ein Verwarngeld“

Bei der Vestischen sind Abo-Kunden auf der sicheren Seite

Nun haben wir also den Transdev-Salat. An den Bahnhöfen stechen uns die Fahrkarten-Automaten des neuen Betreibers bereits grün ins Auge. Als wäre dieses Farb-Wirrwarr nicht schon kurios bis kompliziert genug, ist der Kunde im VRR nun vollends verwirrt. Das ergab meine Anfrage bei der Vestischen Straßenbahnen GmbH. Dort melden sich reihenweise verunsicherte Kunden.

Der Grund: Wer mit einem Abo-Fahrschein der DB unterwegs ist, gilt als Schwarzfahrer und wird entsprechend zur Kasse gebeten. Weil nämlich Transdev den Fahrschein-Verkauf für den Nahverkehr an den Bahnhöfen und Haltepunkten im VRR übernimmt.

Als Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Kreis Recklinghausen möchte ich zur Aufklärung beitragen. Schauen Sie auf die Rückseite Ihres Tickets. Ist dort der Schriftzug der Vestischen aufgedruckt, fahren Sie auf der sicheren Linie und müssen sich keine Sorgen machen. Steht dort das Logo der DB, müssen Sie sich ein neues Abo besorgen. Wechseln Sie einfach zur Vestischen.

Daran erkennen wir einmal mehr: Der Wettbewerb regelt nicht alles. Besser regeln müssen hätte es der VRR. Und zwar bereits in der Ausschreibung der Vergabe. Schon dort hätte eine Überleitungsregelung von Kunden verankert sein müssen. Stattdessen sollen Fahrgäste, die ihre Abos bei der DB Regio erstanden haben, bitteschön selbst einen neuen Abo-Vertrag beantragen.

Transdev erhält übrigens 25,- Euro „Kopfgeld“ für jeden Neukunden. Dabei ist der längst Kunde. Und die Zeche dafür zahlt die Solidargemeinschaft des VRR. Diese Regelung kritisiert Jörg Jedfeld nun, er hat sie aber mit der CDU im VRR selbst beschlossen.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Nübel